26 / HEIMAT WESTFALEN – 6/2024 INHALTE GEMEINSAM GESTALTEN Die Menschen vor Ort kennen sich bei der Vermittlung „ihrer“ Themen am besten aus. Gemeinsam mit ihnen werden die Vermittlungsschwerpunkte erarbeitet. Fachleute aus den Bereichen Design, Kommunikation, Forschung, Kunst und Synchronsprache verfeinern die gelieferten Materialien und bereiten sie professionell auf. Auf Wunsch werden mit Kulturvermittlern aus dem erleben.app-Team Workshops vor Ort durchgeführt und Schwerpunkte erarbeitet. Ehrenamtliche, Schulklassen und Verwaltungsangestellte beteiligen sich: Hier wachsen die verschiedenen Bedürfnisse der regionalen Akteure zusammen. Das beseitigt auch Unsicherheiten. Fragen wie „Sind meine Inhalte gut genug?“, „Bin ich als Guide überhaupt noch relevant, wenn alles in einer App steht?“ oder „Habe ich genug Zeit für das Projekt?“ sind nicht ungewöhnlich. Genau hier setzt das erleben.app-System an: Inhalte werden mit Fachkräften und KI-gestützten Prozessen überarbeitet, sodass der Aufwand für die Beteiligten gering bleibt. Den beteiligten Menschen wird vermittelt, dass es nicht darum geht, Strukturen zu ersetzen: Vielmehr sollen alle einzelnen Beteiligten gestärkt aus dem Prozess hervorgehen. Das Ergebnis ist eine digitale Ergänzung, die die persönliche Vermittlungsarbeit unterstützt und langfristig sichert. Gleichzeitig erhalten Guides, Kulturvermittelnde oder Denkmalpflegende moderne Werkzeuge, um ihre Arbeit weiter zu verbessern und neue Zielgruppen anzusprechen. Das System der erleben.app wird bereits von mehreren Kommunen, kirchlichen Trägern und Vereinen in Westfalen genutzt, um regionale Kulturlandschaften darzustellen. MODULARE MÖGLICHKEITEN Das erleben.app-System bietet verschiedene Module – von „Augmented Reality“ bis hin zu „Zeitzeugen-Interviews“. Mit seinen modularen Bausteinen eröffnet es Möglichkeiten, lokale Kulturstätten, Naturschutzgebiete, Städte und Gemeinden erlebbar zu machen: mehrsprachige Texte, Bilder, Audioguides, 360°-Panoramen, Spiele und 3D-Rekonstruktionen. Eine zentrale Übersichtskarte verbindet Indoor- und Outdoor-Orte, während digitale Sammelkarten das „Sammeln“ der besuchten Erlebnisorte und regionale Belohnungsprogramme der Tourismusbüros ermöglichen. Die Erkundung von Routen und regionalen Kulturnetzwerken kann dadurch zu einem spielerischen Erlebnis für Familien und andere Gruppen werden. Es können historische Fotografien mit aktuellen Ansichten verglichen, 3D-Rekonstruktionen in Augmented KULTUR VERBINDET! Übersichtskarte des Mühlenkreises Minden-Lübbecke e. V. mit über 42 Mühlen: Jede Mühlengruppe hatte nach der Projektinitiative die Möglichkeit, ihre Inhalte zum eigenen Mühlenareal nach Wunsch und finanziellen Möglichkeiten weiterzuentwickeln. Grafik/ milk.muehlen.app
RkJQdWJsaXNoZXIy NzQ0Mjg=