14 / HEIMAT WESTFALEN – 6/2024 gen für die Dateinamenvergabe und automatische Erzeugung von Ordnerstrukturen. Diese Arbeitsschritte zum Angleichen der Dateistrukturen können aber auch nachgeholt werden, beispielsweise durch die kostenlose Open-Source-Software IrfanView. Bei allen Geräten gilt es zu beachten, auch einen geeigneten Computer und einen guten Monitor zur Verfügung zu haben. Diese Kosten sind in den genannten Preisspannen nicht enthalten, da hier jeder Heimatverein eine andere Ausstattung mitbringen dürfte. TECHNISCHE ANFORDERUNGEN • Kalibrierung des Scanners (Werkseinstellungen über- prüfen und neu kalibrieren mit Bordwerkzeug) • Softwarekalibrierung des Monitors mithilfe eines Colorimeters (Grundlage für Qualitätssicherung) • Kontrolle der Farbgebung mithilfe von speziellen Farbkarten (IT8-Targets, die etwas günstiger sind als die Universal Test Targes, oder ColorChecker) • Einrichtung eines neuen PC-Arbeitsplatzes am besten mit Netzwerkanbindung anstatt WLAN (Übertra- gungsprobleme verhindern). Auf ausreichend Spei- cherplatz und Arbeitsspeicher achten. • Monitor: mindestens 24 Zoll, ideal: 27 Zoll, 4K mit Full-HD-Auflösung (3.840 × 2.160 Pixel) • in dunklen Räumen von Vorteil: glänzendes Display (nicht entspiegelt), in hellen Räumen: anti-glare/ent- spiegelt • Installation mitgelieferter Scansoftware an neuem Arbeitsplatz berücksichtigen Die Kalibrierung, das heißt der Vergleich eines Messwertes mit dem herstellerseitig dokumentierten Wert von Scannern, ist entscheidend für die Qualitätssicherung. Ein farbkalibrierter Monitor ist essentiell für die Beurteilung der Farbgebung mit dem Auge. Alternativ können die Farben der produzierten Digitalisate mit gängiger Bildbearbeitungssoftware gemessen werden, beispielsweise mit der kostenlosen Open-Source-Software GIMP. Bei Fehlern sind die Werkseinstellungen zu überprüfen und bei Bedarf neu zu kalibrieren, um eine einheitliche und verlässliche Bildqualität zu gewährleisten. DIGITALE SPEICHERUNG Außerdem wird empfohlen, die Speicherung auf zwei getrennte Netzlaufwerke aufzuteilen: ein Laufwerk für Master-Digitalisate und eines für Nutzungsdigitalisate, um die Langzeitnutzung zu sichern und die Daten effizient zu organisieren. Das Speichern der Digitalisate auf USB-Sticks oder optischen Datenträgern wie CDs ist nicht sicher. Wenn externe USB-Festplatten gewählt werden, die lange unbenutzt lagern, dann sind HDDFestplatten zu bevorzugen. Wenn kein Netzlaufwerk betrieben werden kann, sollten mehrere externe Festplatten benutzt werden, um eine redundante Speicherung der Digitalisate zu gewährleisten. Es sollten nicht nur Kopien, sondern regelmäßig richtige Backups, Images genannt, erstellt werden. Dafür gibt es ebenfalls kostenlose Open-Source-Software, beispielsweise Duplicati. DIGITALISIERUNG MIT DEM SMARTPHONE Eine kostengünstige Alternative zu den ebenfalls erschwinglichen Flachbettscannern ist die Nutzung von Scanzelten oder Fotoboxen (ca. 50-300 Euro, je nach Modell) zusammen mit einem Smartphone. Diese KULTUR VERBINDET! Kalibrierung und Qualitätssicherung mittels Farbkarten (links ColorChecker, rechts UTT/ Universal Test Target) Foto/ WHB/Hoffschulte
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