HEIMAT WESTFALEN – 6/2024 / 13 • PDF/A mit OCR nur für Schriftdokumente, um sie besser betrachten zu können (PDF-Dokumente sind nicht die primären Digitalisate, sondern die JPEG- beziehungsweise JPEG2000-Dateien.) THEMENBLOCK 4: DEMONSTRATION SCANRAUM: AUFBAU, HILFSMITTEL, ROUTINEN Dominic Eickhoff nahm nach der langen Theoriephase die Teilnehmenden mit in den Scanraum, um ganz praktisch zu erläutern, wie analoge Archivbestände, in diesem Fall Flachware, also gebundenes oder loses Archivgut, schonend digitalisiert werden kann. Für die Digitalisierung von Archivgut bieten sich unterschiedliche Methoden und Infrastrukturen an, die abhängig von den Zielen und Ressourcen gewählt werden sollten. PLANUNG DER SCAN-INFRASTRUKTUR Für eine strategische Digitalisierung ist die Infrastruktur entsprechend zu gestalten und instand zu halten. Dabei ist auf die Ergonomie und Barrierefreiheit der Arbeitsplätze zu achten, beispielsweise durch höhenverstellbare Tische. Es kann auch sinnvoll sein, einen lichtabgewandten Arbeitsplatz zu wählen oder diesen nachträglich beispielsweise durch UV-dichte Vorhänge abzudunkeln, um unerwünschte Lichteinflüsse zu minimieren, insbesondere bei der Nutzung von Aufsichtscannern. Professionelle A2-Aufsichtscanner, wie sie beispielsweise in Kommunalarchiven benutzt werden, können bis zu 20.000 Euro kosten. Für Heimatvereine eignen sich aufgrund ihrer variablen Bauart eher sogenannte Repro-Stationen (bei einigen Herstellern auch als „Archivscanner“ bezeichnet), die im Kern aus einer Tischaufnahmeeinheit, einer Systemkamera mit Objektiv und einer Scansoftware bestehen. Variabel bedeutet, dass die Kamera abmontiert und für sonstige Fotografien benutzt werden kann. Durch die Höhenverstellbarkeit kann das System an verschiedene Unterlagentypen angepasst werden. Durch den Wechsel des Objektivs und eine Durchlichteinheit können sogar Negativformen digitalisiert werden. In der günstigsten Ausführung gibt es solche Systeme ab circa 8.000 Euro. KONVENTIONELLE FLACHBETTSCANNER Die günstigste Variante ist der konventionelle Flachbettscanner. Mit diesem kann gebundenes Material zwar nicht schonend digitalisiert werden, dafür eignet sich dieser Gerätetyp hervorragend für Fotoabzüge und wenn er zusätzlich über eine Durchlichteinheit verfügt auch für Filmnegative. Tipp des Referierenden: Wenn Sie über Fotoabzüge und Negative verfügen, dann digitalisieren Sie die Negative, da Ihnen diese Digitalisate eine höhere Qualität bieten werden. Geeignete Geräte für die Fotodigitalisierung kosten circa 500-5.000 Euro, je nach Format und Funktionsumfang. Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für eine professionelle Scansoftware in Höhe von circa 200-300 Euro für Flachbettscanner. Wenn genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, sollte nicht unbedingt die mitgelieferte Standardsoftware benutzt werden. Diese erlaubt kein jobbasiertes Arbeiten, um die aktuelle Digitalisierung zeitweise unterbrechen zu können. Außerdem verfügt diese meistens über keine StapelverarbeitunWISSEN TEILEN, ZUGÄNGE SCHAFFEN Arbeitsmaterialien im LWL-Archivamt Foto/ WHB/Hoffschulte
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