Heimat Westfalen Ausgabe 6/2024

HEIMAT WESTFALEN – 6/2024 / 47 AUSTAUSCH ÜBER DRITTE ORTE ALS KULTUREINRICHTUNGEN WHB-GESCHÄFTSFÜHRERIN BEIM KULTURFRÜHSTÜCK DER FDP-LANDTAGSFRAKTION Die Diskussion thematisierte auch Herausforderungen wie finanzielle Unsicherheiten und den demografischen Wandel. Dabei wurde auch auf die geplanten Kürzungen in den Kulturhaushalten auf Landes- und Bundesebene sowie deren Auswirkungen eingegangen. Christiane Busmann, ehemalige Geschäftsführerin des Bürgerzentrums Schuhfabrik e. V. in Ahlen, brachte ihre praktischen Erfahrungen mit der erfolgreichen Etablierung eines Dritten Ortes ein. Dabei ging sie auf die Notwendigkeit einer strukturellen finanziellen Unterstützung derartiger Einrichtungen ein. Daniela Nathaus vom noch jungen ARTandTECH.space in Rheine zeigte innovative Ansätze auf, wie Kunst und Technologie verknüpft werden können, um auch junge Zielgruppen zu begeistern. Rund um die Gesprächsrunde blieb genügend Zeit für Begegnungen und persönliche Gespräche. m 24. November 2024 lud die FDP-Landtagsfraktion NRW zum Kulturfrühstück ins WolfgangBorchert-Theater in Münster ein. Rund 100 Teilnehmende, darunter Kulturschaffende, Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen und politisch Interessierte, tauschten sich in entspannter Atmosphäre zu „Dritten Orten“ als Kultureinrichtungen aus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das 2019 initiierte Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW. Das Programm zielt darauf ab, die Entwicklung und Weiterentwicklung von Dritten Orten in ländlichen Regionen zu unterstützen. Diese Orte sollen als Treffpunkte jenseits von Arbeit und Zuhause sozialen Austausch ermöglichen, kulturelle Teilhabe fördern und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Dritte Orte reichen von Kulturhäusern über Kunst- und Musikschulen bis hin zu Gemeinschaftszentren. Nach einer Begrüßung durch den Fraktionsvorsitzenden Henning Höne bot eine Podiumsrunde Impulse zu Chancen und Herausforderungen dieser besonderen Kulturstätten. Die kulturpolitische Sprecherin der FDPLandtagsfraktion, Yvonne Gebauer, erläuterte Genese und Ziele des Förderprogramms. WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers hob hervor: „Dritte Orte sind ein Standortfaktor. Sie fördern als offene Treffpunkte Dialog, Vielfalt, Partizipation und Engagement. Das sind wichtige Elemente einer lebendigen, widerstandsfähigen Demokratie. Wir brauchen solche Plattformen für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung und ein gutes Zusammenleben.“ Heimatvereine seien natürliche Partner für Dritte Orte. Mit ihren Begegnungsstätten und kulturellen Angeboten würden sie bereits wesentlich zur Daseinsvorsorge beitragen, insbesondere in ländlichen Regionen. Von links nach rechts: Podium mit WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers, Daniela Nathaus (Koordinatorin ARTandTECH. space), Moderator Dr. Michael Köhler, Christiane Busmann (ehemalige Geschäftsführerin Bürgerzentrum Schuhfabrik e. V.), Yvonne Gebauer MdL (Sprecherin für Kultur der FDP-Landtagsfraktion) Foto/ FDP-Landtagsfraktion NRW, Wolfram Bölte A TAGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN

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