HEIMAT WESTFALEN – 6/2024 / 49 NACHRICHTEN UND NOTIZEN U matische Spektrum seiner Texte reicht von allgemeinen Lebensweisheiten bis zur satirischen Gesellschaftskritik. Die in Museum und Außengelände präsentierte Ausstellung zeichnet das Leben und Werk des kunstsinnigen Fabrikanten- und Stifter-Ehepaars nach. Dort kann man die wichtigsten Lebensstationen anhand von 40 großflächigen Plakaten im Innenhof des Kulturguts sowie im dortigen Museum für Westfälische Literatur, im Gartenhaus-Atelier und an Hörinseln im Museumspark kennenlernen. Die Ausstellung wurde von Walter Gödden konzipiert und von Jeremias Vondrlik in Szene gesetzt. Gezeigt werden unter anderem private Fotos und Dokumente aus dem Nachlass, der über 2.500 Gedichte Andreas Rottendorfs enthält. Im Gartenhaus wird überdies ein neues Dokumentarfilm- und Hörfeature über das Ehepaar präsentiert. Ergänzend zur Ausstellung entstand eine Website, die Rottendorfs Texte wieder zugänglich macht und die Träger des von ihm gestifteten Rottendorf-Preises zu Wort kommen lässt. Sie wirft zugleich einen Blick auf Tradition und Gegenwart der westfälischen plattdeutschen Literatur. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Januar 2025 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde zu sehen. Sie wird gefördert durch die Rottendorf-Stiftung und die Nyland-Stiftung. nternehmerpersönlichkeit, Dichter und Literaturmäzen – all das war Andreas Rottendorf, dem das Museum für Westfälische Literatur eine Sonderausstellung widmet, die seit dem 9. Oktober 2024 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck zu sehen ist. Die Ausstellung zeichnet das bewegte Leben des Ehepaars Andreas und Rose Rottendorf nach und zeigt verschiedene literarische Werke, die Andreas Rottendorf vor allem in seinen letzten Lebensjahren verfasst hat. Gemeinsam mit seiner Frau Rose legte Andreas Rottendorf 1928 mit der Chemischen Fabrik Rottendorf in Berlin den Grundstein für einen heutigen Weltkonzern der Pharmabranche. Kriegsbedingt musste das Ehepaar die mehrfach zerstörten Produktionsstätten wiederaufbauen, bis sie schließlich in Ennigerloh das heutige Mutterhaus der Firmenzentrale errichteten. Andreas Rottendorf, der auf einem Bauernhof in Ennigerloh geboren wurde und 1971 in seinem Heimatort verstarb, hatte unter anderem das Drubbelhaus im Ortskern von Ennigerloh vor dem Abriss bewahrt. Es ist heute das Domizil des Heimatvereins Ennigerloh e. V. In seinem letzten Lebensjahrzehnt wandte sich Andreas Rottendorf verstärkt seinen literarischen Ambitionen zu. Es entstanden elf Bücher, in denen er ein Bekenntnis zu seiner westfälischen Heimat und zur niederdeutschen Literatur ablegte, die ihm zeitlebens am Herzen lag. Das theAUSSTELLUNG ZU ANDREAS ROTTENDORF (1897-1971) Andreas und Rose Rottendorf, 1941 Foto/ Rottendorf-Nachlass, Kreisarchiv Warendorf Grafik/ © 2024 Kulturgut Haus Nottbeck, Gestaltung medlay.de Miriam Benassi & Jörg Kersten
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