Heimat Westfalen Ausgabe 6/2024

WEB heimatpflege ehrenamtlich engagierten Personen sind die „Gesichter“ der lokalen Heimatpflege und damit wichtige Ansprechpersonen in der Heimatarbeit vor Ort. Sie setzen sich weisungsungebunden nachhaltig für die Belange der Heimatpflege ein, beispielsweise indem sie vor Ort Projekte anstoßen oder heimatpflegerische Aktivitäten und Gemeinschaft fördern. Flexibilität, Offenheit gegenüber Menschen, das Interesse an neuen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen sowie die Bereitschaft zum Netzwerken sind wichtige Eigenschaften. Hans-Werner-Gorzolka, Kreisheimatpfleger in Höxter und Mitglied im WHB-Vorstand, gab in seinem fachlichen Impuls einen Überblick über die Organisation der ehrenamtlichen Heimatpflege in Westfalen und die vielfältigen möglichen Handlungsfelder. Wichtige Bausteine sind demnach dabei auch Gremienarbeit und Vernetzung. Grundlage des Handelns ist ein integrativer und inklusiver Heimatbegriff, wie ihn der WHB vertritt: Heimat verbindet, sie ist Gestaltungsauftrag vor Ort und sie geht uns alle an. Im Gespräch mit Nadja Relin (Stadtheimatpflege-Team Bielefeld), Hans-Werner-Gorzolka (Kreisheimatpfleger Höxter und Mitglied im WHB-Vorstand), Christian Lienen (Heimatverein Ostenland e. V.) und Justus Rose A „45 MINUTEN HEIMAT KONKRET“ – NACHWUCHS IN DER EHRENAMTLICHEN HEIMATPFLEGE m 5. November 2024 fand die zweite Folge in der Web-Talk-Reihe des WHB „45 Minuten Heimat konkret“ statt. Das Format unter Federführung des Fachbereichs „Heimat DemografieFit“ lässt sich mit einer „Halbzeitlänge“ von 45 Minuten gut in den Alltag integrieren. Schwerpunkt der WebTalks sind die Themen Zielgruppen erreichen und neue Zugänge zum Engagement. Dabei geht es zum einen um die Arbeit für und mit jungen Menschen („Jung und engagiert“) und zum anderen um Vielfalt im Engagement, also etwa die Ansprache von Zugezogenen mit und ohne Migrationsgeschichte oder auch Fragen der Inklusion („Heimat für alle“). In Westfalen wirken rund 700 Einzelpersonen direkt in den Kreisen, kreisfreien Städten, Städten und Gemeinden als ehrenamtliche Heimatpflegerinnen und Heimatpfleger. Die Aufgaben und Aktivitäten können vielfältig und interdisziplinär sein: Sie reichen von der Kulturlandschaftspflege, Umwelt- und Naturschutz über Regional- und Ortsgeschichte, Baukultur und Denkmalpflege bis hin zu immateriellem Kulturerbe und Alltagskultur. Dabei ist die Heimatpflege ein freiwilliges Engagement, das in NRW nicht gesetzlich geregelt ist. Grundsätzlich können alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger Heimatpflegerin oder Heimatpfleger werden. Es gibt keine Ausbildung dafür. Die in der Orts38 / HEIMAT WESTFALEN – 6/2024 WHB-PROJEKTE

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