Die hinteren Reihen in der Kirche sind besetzt. Macht nichts. So voll, dass die nötig sind, wird es vermutlich erst wieder an Weihnachten. Da liegen oben auf den Lehnen der Bänke verteilt alle Pfeifen der Orgel. Jede einzelne wurde für neuen Wohlklang gereinigt und inzwischen oder bald wieder in das Orgelgehäuse eingebaut. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist das noch nicht fertig. Aber ich freue mich schon auf den prächtigen Klang unserer Orgel, der bald wieder neu zu hören ist. Manche fragen sich, ob das nicht ein großer Aufwand für ein Instrument ist, das für sie für eine Musik aus anderen Zeiten steht. Dann denke ich an das Hochzeitspaar, das sich seinen Traugottesdienst von der fehlenden Orgel nicht vermiesen lässt, aber eigentlich doch ganz gerne den festlichen Klang gehabt hätte, den halt nur die Orgel kann, wenn sie jemand spielt, der das kann. Ist das ein „heiliger Klang“? Ich selber würde so weit nicht gehen. Aber tatsächlich steht die große Orgel für die Kirche und den Gottesdienst. Auch wenn es auch in manchem Konzerthaus ebenso eine gibt, bleibt Orgelklang doch auch Gottesdienstmusik. Und natürlich ist das nicht nur ein einziger Klang. Da gibt es richtig viele Möglichkeiten, den Ton zu verändern oder zu kombinieren. Nicht umsonst sind es so viele verschieden Pfeifen, die im Moment noch auf den hinteren Bänken liegen. Wenn bald wieder eine oder einer unserer Organisten das Instrument zum Klingen bringt, dann 5nde ich mich dem Himmel ein Stück näher. Zumindest fühlt es sich so an. Ich lade Sie herzlich ein, bald zu einem Gottesdienst oder Konzert in die Kirche zu kommen. Vielleicht entdecken Sie Gott mit mir und vor allem mit der wunderbaren Musik der Orgel ein Stückchen neu? Es würde uns guttun. Mit lieben Grüßen, Ihr Vertretungspastor Hendrik Rethemeier Liebe Leserinnen und Leser! 2 | GRUSS
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