Gemeindebrief Herbst 2022

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben soeben 100.000 Euro gewonnen! Wow, ich? Ja, Sie! Das wär‘s doch! Kann man gut gebrauchen. Gerade in diesen Zeiten, in denen vieles teurer wird. Und wer weiß, was alles noch so kommt?! Tja, mal eben so eine Summe. Und dann? Dann können Wünsche wahr werden. Zumindest manche für eine gewisse Zeit. Bisweilen verspricht die Werbung ja Ähnliches. Nun denn! Wünsche, drei an der Zahl hatte ein Mensch frei, wenn die gute Fee in den Märchen solches ankündigte. Allerdings musste sehr gut überlegt und klug entschieden werden, sonst zerplatzten die Wünsche wie Seifenblasen. Sie gehören wohl zum Menschen dazu, unsere Wünsche. Gleichwohl wissen wir aus eigener Erfahrung, dass längst nicht alle erfüllt werden. So war etwa Dietrich Bonhoeffer davon überzeugt, dass es erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche gibt. Übrigens: In der Bibel ist an keiner Stelle von wünschen bzw. von Wünschen die Rede! Waren die Menschen im Alten und im Neuen Testament deswegen allesamt wunschlos glücklich? Sicherlich nicht. Vielmehr wurde ihnen etwas versprochen, wovon auch der Apostel Paulus überzeugt war, wenn er schreibt: „Was Gott verheißt, das kann er auch tun.“ (Röm 4,21) An dieser Zusage dürfen wir festhalten, so wie es auch Dietrich Bonhoeffer getan hat, wenn er sagte: „Nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen erfüllt Gott.“ Das klingt in der Tat sehr verheißungsvoll, nicht wahr?! Liebe Leserinnen und Leser, 2 | GRUSS

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